Martin Feigenwinter

Während seiner Lehre als Biologielaborant hat ein Kollege Martin
Feigenwinter aufs Glatteis geführt. Und das ist wörtlich zu
nehmen. Das Gleiten auf den schnellen Kufen schien dem gross-
gewachsenen jungen Mann zu liegen. Innert kurzer Zeit mutierte
er vom Anfänger zum hoffnungsvollen Talent. Vor allem über die
langen Distanzen verbesserte er sich kontinuierlich. 1994 schaffte
er die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Lillehammer, was
ihm vier Jahre später mit der Qualifikation für Nagano erneut ge-
lingen sollte. 1998 war denn auch der Höhepunkt seiner Karriere.
In diesem Winter belegte er an der Weltmeisterschaft den 7. Rang
über 10'000 Meter, in dieser Zeit schafft er gar den Sprung unter
die zehn besten Läufer der Welt. Im Verlauf seiner 16 Jahre
dauernden Karriere hat er zahlreiche Schweizer-Meister-Titel
errungen und Schweizerrekorde erzielt. Als Spitzenathlet in einer
schweizerischen Randsportart war es nie einfach seinen Weg
zu finden. Als ‚Einzelmaske' musste Martin sehr viel Eigeninitiative
entwickeln, musste sich um viele Dinge kümmern, die bei anderen
Sportlern von den jeweiligen Verbänden übernommen werden.
Letztlich aber kann der Mensch Feigenwinter den Erfahrungen
des Sportlers Feigenwinters sehr viel Positives abgewinnen, das ihm
auch auf seinem beruflichen Werdegang immer wieder zugute kam.

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